Energie für Nachwuchs

Energie für Nachwuchs - eine landesweite Initiative zur Förderung von musikalischen Spitzentalenten in der Region

Musikalische Spitzenförderung von Kindern und Jugendlichen braucht starke Partner. Wir verbinden uns, um unsere jungen Talente bestmöglich
hier vor Ort zu fördern.

  • Die Musikschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern
  • Die Hochschule für Musik und Theater Rostock
  • Die lokalen Energieversorger (Stadtwerke AG)

Die YARO fördert im Rahmen eines Kooperationsnetzwerkes mit allen öffentlichen, gemeinnützigen Musikschulen in Mecklenburg-Vorpommern aussichtsreiche Talente nachhaltig mit regelmäßigem Unterricht in der Hochschule. Die Besten werden in ein Frühstudium aufgenommen, das speziell auf die Bedürfnisse Hochbegabter zugeschnitten ist und gezielt auf eine musikalische Laufbahn vorbereitet. Inzwischen wird die YARO immer wieder als „Best Practice Beispiel“ für innovative Nachwuchsförderung genannt und gilt bundesweit als Referenzmodell für die Förderung musikalisch Hochbegabter.

Neben einer bereits langjährigen Partnerschaft mit den Stadtwerken Rostock, die sich vor allem in vielfältigen Konzertprogrammen äußert, wurde im November 2018 der Startschuss für die landesweite Initiative „Energie für Nachwuchs“ gelegt, die nachhaltig regional umgesetzt wird. Durch die finanzielle Unterstützung der lokalen Energieversorger können die Musikschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern spezifischer bei der Ausbildung hochbegabter Schülerinnen und Schüler unterstützt werden.

Die Musikschulen leisten eine breite Förderung musikalischer Talente vor Ort. Ihr Ziel ist es also, die musikalische Grundversorgung eines Standortes zu gewährleisten. Aber auch die Spitzenförderungim Rahmen der Studienvorbereitung ist bereits Teil ihrer täglichen Arbeit. Künftig wollen wir an der Musikschule direkt und noch wirksamer Unterstützung leisten bei der aufwendigen Aufgabe der Spitzenförderung, die den musikalisch hochbegabten Kindern und Jugendlichen gerecht werden soll. Die Hochschule steht mit der lokalen Musikschule dabei in engmaschigem Austausch und bietet regelmäßig Beratung, Weiterbildungsangebote und individuellen Unterricht für die Nachwuchsmusiker*innen an.

Nur mit Hilfe eines Koordinators/einer Koordinatorin für Spitzenförderung (YARO-Beauftragte*r) an der lokalen Musikschule kann diese zusätzliche Ausrichtung dauerhaft ausgebaut und mit Leben erfüllt werden.

 

Koordinatoren*innen für Spitzenförderung an den Musikschulen

Die Koordinatoren*innen für Spitzenförderung (YARO-Beauftragten) sind das Verbindungsstück zwischen der Hochschule für Musik und Theater Rostock und den Musikschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, in jeder Musikschule mit einer*m solchen Koordinator*in zusammen zu arbeiten und damit ein gut vernetztes Miteinander im Land zu erreichen.

In jeder Musikschule koordinieren sie die Talentsuche und Begabungsförderung, initiieren Workshops, Lehrerfortbildungen, Konzerte und sonstige Aktionen in Absprache mit der YARO. Die lokalen Musikschulen entscheiden darüber, wer für sie als YARO-Beauftragte*r die Musikschule vertreten darf. Der Kontakt zwischen der Hochschule für Musik und Theater Rostock und den Musikschulen wird dadurch entscheidend intensiviert.

Zu den Aufgaben der/des YARO-Beauftragten gehört unter anderem die Projektkoordination und Konzeption der Kooperationsarbeit Energie für Nachwuchs an der jeweiligen Musikschule, die Konzeption von Workshops und Fortbildungen sowie pro Jahr einem gemeinsam veranstalteten Konzert. Außerdem ist uns die aktive Bereitschaft zur Pflege und Aufbau des Netzwerkes zwischen YARO und weiteren Musikschulen des Landes wichtig, dazu gehört auch die Bereitschaft zur Wahrnehmung von gemein­samen Terminen.

 

Konstantina Stankow | Kreismusikschule Kon.centus | Neubrandenburg

1. Wie hast Du zur Musik gefunden?
Mein Vater war Solo- Fagottist der Neubrandenburger Philharmonie und mein Großvater Chordirigent und Sänger. Ich fand über den Weg der Tradition in unserer Familie zur Musik und bin sehr dankbar dafür.

2. Was begeistert Dich an Deinem Lieblingsinstrument?
Ich hab gar kein Lieblingsinstrument. Es gibt einige Instrumente die ich hinreißend finde, die Klarinette, das Cello und natürlich mein Klavier. Alle drei Instrumente sind so verschieden und das begeistert mich. Spielen kann ich aber nur das Klavier.

3. Wie sind deine Erfahrungen: Was kann Musik in Kindern erreichen?
Musik kann zum Beispiel das Tor zur Phantasiewelt öffnen, sie ist aber auch ein Mittel, mit dem sich Menschen ohne Worte ausdrücken können. Das ist eine großartige Gelegenheit und ein Geschenk. 

4. Wie endet Dein Satz? Musik bewegt mich, wenn…
... sie gut gespielt oder gesungen wird!

5. Über Konstantina:
Konstantina Stankow, geboren in Warna (Bulgarien), besuchte von 1989-1995 die Spezialschule für Musik in Berlin und war Schülerin von Ruth- Gisela Frahn, Galina Iwanzowa und Gerald Fauth. Sie gewann bereits als junge Pianistin zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Von 2001-2008 studierte sie Klavier bei Prof. Karl-Heinz Will an der Hochschule für Musik Rostock. Konstantina Stankow war Preisträgerin beim Bachwettbewerb und Bundeswettbewerb Jugend –Musiziert. Seit 2009 arbeitet sie als freiberufliche Pianistin und Klavierpädagogin und seit 2017 ist sie in einer Festanstellung an der Kreismusikschule Kon.centus. Sie ist für euch ansprechbar unter: konstantina.stankow(at)googlemail.com

 

Kreismusikschule Kon.centus | Neubrandenburg

Im Februar 1955 wurde die Volksmusikschule Neubrandenburg gegründet; schon zwei Jahre später kam die Außenstelle in der ehemaligen Residenzstadt Neustrelitz dazu, die auf zwei Jahrhunderte reicher Musikpflege zurückblicken konnte. Seit 2015 liegt die Trägerschaft der nun benannten Kreismusikschule Kon.centus beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Inklusion, gesellschaftlicher Wandel und kulturelle Teilhabe als selbstverständlich zu bewältigende Herausforderungen der Gegenwart gehören ebenso in das Aufgabenspektrum der Kreismusikschule Kon.centus wie eine qualitativ hochstehende berufsvorbereitende Ausbildung für ein breites Spektrum von Musikerberufen und von mit Musik verknüpften beruflichen Zielen.

Leiter der Musikschule ist  Wolfgang Hasleder. Sein Bestreben geht dahin, die Kreismusikschule Kon.centus zukunftssicher zu machen, für die Menschen aller Altersgruppen ein einladendes, freundliches Haus voller Musik zu führen, die Hemmschwellen zu musikalischer Bildung zu entfernen und mit vielen Partnern aus dem kulturellen und sozialen Umfeld zu kooperieren. Ein besonderes Augenmerk legt er dabei auf die systematische Entwicklung musikschuleigener Ensembles von der Rockband bis zum Jugendsinfonieorchester und auf den Aufbau einer effektiven studienvorbereitenden Abteilung.

Wir sagen Danke!

Wir sagen Danke für die Unterstützung durch unseren Partner Stadtwerke Neubrandenburg, der das Agieren des Koordinators für Spitzenförderung an der Musikschule vor Ort unterstützt und ganz praktisch bei der Umsetzung von Veranstaltungen mit uns zusammen arbeitet.


Matthias Ellinger | Konservatorium Johann Wilhelm Hertel | Schwerin

1. Wie hast Du zur Musik gefunden?
Meine Eltern sind begeisterte Hobbymusiker; es gab, soweit ich denken kann, Musik um mich.

2. Was begeistert Dich an Deinem Lieblingsinstrument?
Insbesondere das gesangliche Element, aber natürlich auch die große Vielseitigkeit des Repertoires - solo, Konzert, Kammermusik.

3. Wie sind deine Erfahrungen: Was kann Musik in Kindern erreichen?
Sie kann unendlich viel:  innere Welt öffnen und erweitern, Talente entfalten, Ausdrucksmittel ohne Worte sein…

4. Wie endet Dein Satz? Musik bewegt mich, wenn…
sie mein Herz erreicht.

5. Über Matthias:
Matthias Ellinger, deutsch-französischer Abstammung, studierte bei Prof. Joshua Epstein an der HMT in Saarbrücken Violine und Kammermusik. Danach war er in zahlreichen Orchestern tätig (u.a. Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken, OPL Luxemburg, Staatstheater Saarbrücken). Seit 2008 ist er 2. Geiger des Verdi Quartetts. Freischaffend war er von 2012 an, seit 2018 ist er hauptamtlich am Konservatorium Schwerin als Violinpädagoge tätig.

 

Konservatorium Johann Wilhelm Hertel | Schwerin

1925 wurde das Konservatorium von der Hofpianistin Prof. Elisabeth Lange als Schweriner Musikseminar eröffnet. Es bot den zukünftigen Musikern eine Fachschulausbildung in allen Fächern der Musik an. Parallel dazu eröffnete am 01.09.1953 die Musikschule mit 38 Schülern. 2010 erhielt das Konservatorium die 2010 Zertifizierungsurkunde durch den Bildungsminister und darf sich seither offiziell staatlich anerkannte Musikschule nennen.


Das Konservatorium entwickelt ständig neue Unterrichtsangebote. Dazu gehörten in den vergangenen Jahren u. a. die Einbeziehung von Computertechnik im Jazz/Rock/Pop-Bereich, KONFLEX das Angebot für Vielbeschäftigte, der Musikgarten für die Jüngsten, der Unterricht für Menschen mit Migrantionshintergrund, auf Wunsch auch in russischer Sprache, der Klassenunterricht in den allgemeinbildenden Schulen und das Musizieren mit dem iPad. Das Konservatorium Schwerin und die Musik- und Kunstschule Ataraxia intensivieren mit der gemeinsamen Trägerschaft des Jugendsinfonieorchesters ihre Kooperation und tragen durch ihre Zusammenarbeit in Schwerin gemeinsam die Leidenschaft für Musik in die Stadt.